FILME 19
19. AUSGABE • 2026
INTERNATIONALE WETTBEWERBSREGELN
LGBTQIA+ Audiovisuelle Werke
Einsendeschluss: 30. September 2026, 23:59 Uhr (MESZ)
Festivaldaten: 7.—14. Dezember 2026 • Neapel und Online-Plattform
Organisiert von: i Ken APS ETS Association
Artikel 1 — Einführung und Zweck
Anlässlich der 19. Ausgabe von OMOVIES — International LGBTQIA+ Film Festival schreibt die i Ken APS ETS Association einen internationalen Wettbewerb für audiovisuelle Arbeiten aus, die sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und -ausdrücke, Körper, Beziehungen, Familien, Gemeinschaften und LGBTQIA+-Kulturen aus freien, pluralistischen und intersektionalen Perspektiven untersuchen.
Besondere Aufmerksamkeit wird dem Hinterfragen geschenkt, das nicht als unvollständiger oder lediglich vorübergehender Zustand verstanden wird, sondern als legitime Erfahrung der Selbsterkundung, Reflexion und Selbstbestimmung. OMOVIES erkennt das Recht jeder Person an, ihre sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität oder ihren geschlechtsspezifischen Ausdruck in Frage zu stellen, sich Zeit zu nehmen, bevor eine Definition angenommen wird, die Sprache, mit der sie sich selbst beschreibt, im Laufe der Zeit zu ändern oder sich dafür zu entscheiden, überhaupt kein Etikett anzunehmen. Das Kino hat die Macht, diesen Reisen ihre Würde zurückzugeben, indem es sie vom Druck der Gewissheit, von Pathologisierung und von Repräsentationen befreit, die sie zu Verwirrung, Fragilität oder lediglich zu einer Übergangsphase hin zu einer vermeintlich endgültigen Identität machen.
Das Festival würdigt queere Kulturen auch als ein vielfältiges Erbe von Erinnerungen, künstlerischen Praktiken, Sprachen, Formen des Widerstands, Fürsorge, Verwandtschaft und Gemeinschaftsbildung. Aus dieser Perspektive stellt Queer nicht nur eine Identitätskategorie oder einen Überbegriff dar, sondern auch eine kritische Linse, durch die das, was als natürlich, universal oder unveränderlich dargestellt wird, in Frage gestellt werden kann. Das Festival begrüßt daher Arbeiten, die die Grenzen von Sichtbarkeit und Geschichtenerzählen erweitern, binäres Denken, Stereotypen, Hierarchien und Machtstrukturen in Frage stellen und die Schnittstellen zwischen Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Rassenzugehörigkeit, Behinderung, Alter, sozialer Klasse, Glauben und Migration untersuchen, ohne die Komplexität der menschlichen Erfahrung auf neue starre Definitionen zu reduzieren.
Das Festival soll vom 7. bis 14. Dezember 2026 in einem hybriden Format stattfinden und sowohl persönliche Vorführungen und Veranstaltungen in Neapel als auch ein Online-Programm umfassen. Die Veranstaltungsorte, der Zeitplan und die Zugangsmodalitäten werden auf der offiziellen Website www.omovies.it veröffentlicht.